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SVN holt die ersten Punkte


Am vergangenen Samstag stand für den SV Neudorf das Derby gegen den SV Blau-Weiß Crottendorf an. Das Spiel wurde schon Anfang der Saison 2022/23 auf Samstag verlegt, ebenso wie das Aufeinandertreffen der beiden Reservemannschaften. Die Anstoßzeiten wurden auf 15 und 17:30 Uhr gelegt. Es war also alles für ein spannendes Derby für einen fußballbegeisterten Fan angerichtet. Das Wetter spielte zu 90% perfekt mit, die Stimmung auf beiden Seiten war sehr gut, nur die Punktausbeute ließ bei beiden Teams in dieser Saison noch sehr zu wünschen übrig.


Trainer Norman Matzek hatte bis auf Johannes Weighardt und Ronny Schmiedel alle Akteure an Board. Aufmunternde und motivierende Worte bedurfte es vor dem Spiel nicht. „Wenn ein Derby ansteht, dann muss jeder zu 120% brennen und über seine Grenzen hinausgehen. Aber auch in anderen Spielen sollte so das eigentlich selbstverständlich sein, das haben wir zuletzt leider zu oft vermissen lassen.“


Nun zum Spiel. Die Crottendorfer stießen an und die Neudorfer zogen sich zunächst etwas weiter zurück. Man ließ die Crottendorfer zunächst kombinieren. Hatte man den Ball selbst in seinen eigenen Reihen, versuchte man sich größtenteils mit flachen Bällen durch die Reihen zu etablieren. Die erste Chance im Spiel hatte Thomas Löser, sein Schuss vom Sechzehner nach zehn Minuten wurde von Crottendorfs Kapitän Fritzsch noch geblockt. Aber auch die Crottendorfer kamen mit der Zeit immer besser ins Spiel und versuchten vor allem ihre schnelle Offensive mit Schmidt und Hunger in Szene zu setzen. Die größte Chance hatte allerdings Liebert nach einer Viertelstunde, als er auf Linksaußen in Szene gesetzt wurde und mit seinem Abschluss an Schlussmann Halfmann scheiterte. Beide Mannschaften wussten genau, um was in diesem Derby ging. Es waren nicht nur die nötigen Punkte, um die „Rote Laterne“ loszuwerden, sondern auch das Prestigeduell der beiden Ortsnachbarn. Die letzten beiden Aufeinandertreffen im Erzgebirgspokal konnte der SVN jeweils mit 3:1 für sich entscheiden. Nach 25 Minuten war es Emanuel Hartling, der nach feiner Einzelleistung gegen drei Crottendorfer Verteidiger im Strafraum auftauchte, aber zu hastig abschloss. Auch die Crottendorfer wären beinahe in Führung gegangen, nachdem ein langer Ball bei einem Freistoß nicht energisch genug geklärt werden konnte und letztendlich Halfmann den Ball unter sich begrub. In der 29. Spielminute gingen die Hausherren dann in Führung. Einen weiten Einwurf von Löser, konnte die Blau-Weiß-Defensive nicht klären und Anton Eisold setzte mit hundertprozentigem Wille nach und erzielte per Kopf vom Fünfmeterraum das 1:0. In der Folgezeit überließen die Hausherren den Gästen das Spiel. Viel zu weit ließ man sich in die eigenen Hälfte zurück drängen und konnte kaum für Entlastung sorgen. Eine Fehlerkette in der Defensivarbeit sollte dann zum Ausgleichstreffer für die Crottendorfer führen. Auf der rechten Außenbahn wurde nicht zielstrebig verteidigt, sodass ein Crottendorfer von der Mittellinie den Ball hoch in den Strafraum brachte. Gäste-Stürmer Schmidt wurde eng von Christoph Meyer gedeckt. Torhüter Halfmann war sich zu sicher, den Ball wegfausten zu können und sein „Leo“ ging leider nach hinten los. Der gutpositionierte Meyer zog den Kopf ein und Stürmer Schmidt war einen Tick eher am Ball wieder der Keeper des SVN – 1:1. Wie schon so oft, man geht in Führung, aber binnen von zehn Minuten ist der alte Spielstand wieder hergestellt. Crottendorf hatte nun das Momentum auf seiner Seite. Der agile Liebert hätte beinahe in der 42. Minute für die Gäste erhöht, scheiterte aber knapp am Führungstreffer. Neudorf, welches kaum noch für Entlastungsangriffe sorgen konnte, erhielt kurz vor dem Pausenpfiff noch einmal einen Freistoß auf der rechten Außenbahn. Den fälligen Freistoß setzte Emanuel Hartling millimetergenau in den Winkel am langen Pfosten – 2:1. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht verdient, aber vor allem psychologisch sehr wichtig. Auch die Crottendorfer kamen noch zu einem Freistoß aus gefährlicher Position, als Meyer den über Linksaußen kommenden Liebert von den Beinen holte. Der anschließende Freistoß brachte allerdings nichts ein und Schiedsrichter Leistner schickte beide Teams in die Kabine.


Neudorf nahm sich vor in der zweiten Halbzeit sich wieder mehr auf das Kurzpassspiel zu konzentrieren und die Bälle in der eigenen Hälfte nicht so fahrlässig zu verschenken. Nach drei Minuten in Durchgang zwei holten alle SVN-Anhänger erst einmal tief Luft. Schmidt steckte auf den durchtstarteten Hunger durch, doch dieser wartete einen Moment zu lang, sodass Kaufmann seinen Schuss noch zur Ecke blocken konnte. Auch die darauffolgende Ecke kam gefährlich vors Neudorfer Tor und Richard Fritzsch köpfte aus knapp fünf Metern nur haarscharf übers Tor. Aber auch die Neudorfer kamen langsam wieder besser in die Partie und erarbeiteten sich Torchancen. Erst schoss Löser am langen Pfosten vorbei, ehe Eisold aus spitzem Winkel in Gästetorhüter Süß seinen Meister fand. Es war nun ein Spiel, wo beide Teams auf Augenhöhe agierten. Schiedsrichter Leistner und seine Assistenten lieferten ein gutes Spiel ab, nur ließen sie in der ein oder anderen Szene „die Leine“ für die Protagonisten schon ganz schön lang. Auf beiden Seiten wurde die Gangart etwas rauer. Gästekapitän Fritzsch, der bereits nach 32. Minuten verwarnt wurde, durfte sich nach 65. Minuten auch nicht beschweren, dass er nach einem klaren gelbwürdigen Foul im Mittelfeld, des Platzes verwiesen wurde. Neudorf nun in Überzahl, allerdings nicht clever genug, diese auch zu nutzen. Die Gäste brachten mit Marcus Süß ein Crottendorfer Urgestein, welcher auch die Neudorfer Defensive in der Folgezeit immer wieder beschäftigte. SVN-Coach Matzek brachte mit Oliver Wünsch und Johann Süß nochmal neue Kräfte für die Offensive. In der 83. Minute belohnten sich die Neudorfer dann mit dem 3:1. Einen Konter, den Johann Süß in der eigenen Hälfte startete, vollendete er am Ende nach super Vorarbeit von Löser, im Strafraum eiskalt. Der Bann war nun endgültig gebrochen und man merkte auch den Crottendorfern an, dass der Glaube an etwas zählbares schwand. Nach vier Minuten Nachspielzeit pfiff Leistner die Partie ab und der Jubel für die Neudorfer kannte keine Grenzen. Endlich die ersten Punkte und dann auch noch den Ortsnachbarn zum Dritten Mal in Folge auf heimischen Platz. Was allerdings erstaunlich ist, in allen drei Pflichtspielen, endete die Partie mit 3:1 für die Neudorfer. Alle drei Spiele hatten die gleiche Torfolge und bei jedem der drei Spiele entschied Johann Süß mit dem dritten Treffer die Partie in der Schlussphase.

Fazit: Am Ende wäre ein Punkt für beide Seiten das gerechteste Ergebnis gewesen. Der Wille, der Teamgeist und die Moral jedes Einzelnen waren Grundpfeiler für mehr als nur einen Punkt. Dennoch steht noch viel Arbeit an, gewisse Fehler abzustellen, um auch in Zukunft die nötigen Punkte zu holen.


Am kommenden Sonntag steht die nächste Pokalrunde im Sparkassen-Erzgebirgspokal an. Unsere Jungs treffen zuhause auf den Pokalsieger der letzten Spielzeit, den FSV Sosa. Anstoß ist um 15 Uhr. Bereits 12 Uhr empfängt unsere Zweite Mannschaft im Kreisklassenpokal die zweite Vertretung des SV Großrückerswalde. Über zahlreiche Unterstützung von der „Stange“ würden sich die SVN-Spieler sicher freuen.



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