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Aktuelle Neuigkeiten des SV Neudorf e.V.

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Vom Wäscheplatz auf den Flughafen


Am gestrigen Sonntag durfte sich der SV Neudorf beim Topspiel gegen den Tabellenführer des SV Eintracht Bermsgrün messen. Das letzte Spiel gegen die Hausherren liegt bereits sieben Jahre zurück und damals verlor man auf dem heimischen Kunstrasen in Neudorf deutlich mit 1:5. Trainer Norman Matzek konnte trotz einiger Ausfälle dennoch auf einen 17-Mann-Kader zurückgreifen. Die Startaufstellung im Vergleich zur Vorwoche änderte der Coach dabei auf mehreren Positionen, was auch dem großen Rasenplatz geschuldet war. Vor einer Woche noch auf dem kleinsten Platz der Liga und nun auf dem wahrscheinlich größten Fußballplatz der Kreisliga-West.


Die Devise war klar. Hinten so lange wie möglich die "Null" zu halten und nach vorn die wenigen Chancen, die man eventuell bekommt eiskalt auszunutzen. Die Anfangsviertelstunde gehörte auch voll und ganz den Gästen. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen, nur der letzte öffnende Pass in die gefährliche Zone blieb zunächst aus. Die Hausherren probierten vor allem am Anfang mit langen Bällen ihre schnellen Stürmer und Außenspieler in Szene zu setzen, was dem SVN aber gut gelang, dies zu unterbinden. Die erste Großchance für die Neudorfer hatte Ronny Schmiedel. Nach einem langen Freistoß von der Mittellinie machte er den Ball im Strafraum souverän fest und drehte sich um seinen Gegenspieler. Sein Schuss allerdings war zu mittig, womit Torhüter Grenz eher weniger Probleme hatte. Der Keeper der Hausherren war es auch der als nächstes im Mittelpunkt stehen sollte. Huss wurde auf der linken Außenbahn gefoult und Phillip Kästner trat den Freistoß mit gut 30 Metern Torentfernung. Der Ball zum Tor hinzu auf den ersten Pfosten getreten setzte kurz vor dem Keeper auf und diesem rutschte der Ball unter dem Körper durch - 0:1. Die Führung allerdings wehrte nicht lange. Die Gäste bekamen ebenfalls einen Freistoß aus dem Halbfeld, welcher allerdings eher zu kurz geschlagen wurde. Was allerdings dann der Stürmer Tobias Hörig mit dem Ball veranstaltete, war schon ganz große Klasse für die Kreisliga. Erst nimmt er den Ball mit dem Rücken zum Tor mit der Brust an, um anschließend den Ball per Fallrückzieher neben den Pfosten im Tor unterzubringen - 1:1. Neudorf allerdings zeigte sich wenig beeindruckt und spielte weiterhin einen guten Ball auf dem schwierigen Geläuf nach vorn. Noch vor der Halbzeit war es Ronny Schmiedel, der die Rot-Weißen wieder in Führung brachte. Ein weiter Einwurf von Christoph Meyer wurde nicht zielstrebig genug geklärt, sodass Schmiedel den Ball 20 Meter vor dem Tor kontrolliert annehmen und mit einem satten Linksschuss ins linke obere Eck vollenden konnte - 1:2. Auch nach dem Führungstreffer blieben die Gäste am Drücker. Schmiedel erzielte sogar noch einen weiteren Treffer, der allerdings vom Schiedsrichtergespann zurückgenommen wurde, da er sich mit dem Arm regelwidrig Platz verschafft hätte. Mit der 1:2 Führung ging es für beide Teams in die Halbzeit.


Trainer Norman Matzek war sehr zufrieden und versuchte seine Elf in der Halbzeitpause vor allem zu motivieren, die Konzentration und auch den Kampfgeist weiter hochzuhalten. Seine Elf veränderte er zur Halbzeit nicht, da sie auf allen Positionen sehr gut funktionierte. Auch der Trainer der Hausherren Uwe Hörig schickte die gleiche Elf wieder aufs Feld zurück, um den Rückstand schnellstmöglich wett zu machen.


Die Neudorfer allerdings kamen eher schlecht in die zweite Hälfte. Man ließ sich sehr tief in die eigenen Hälfte zurückpressen und schaffte es kaum für Entlastung zu sorgen. So kam es in der 52. Spielminute zum Ausgleich durch die Bermsgrüner. Eine Ecke von links flog in den Fünfmeterraum, wo Keeper Halfmann versuchte den Ball aus der Gefahrenzone zu boxen. Gegenspieler Arne Schlegel setzte sich allerdings mit dem Kopf durch, wobei die Hand ähnlich noch wie in Durchgang eins bei Schmiedel auf dem Gegner auflag. Doch dieses Mal blieb der Pfiff aus und der Schiedsrichter entschied auf Tor - 2:2. Das Heimteam hatte nun das Momentum auf ihrer Seite und spielte sofort weiter nach vorn und man merkte, dass sie nun mehr wollten. Fünf Minuten nach dem Ausgleichstreffer hätte Tobias Hörig auch den Führungstreffer markieren müssen. Einen zu kurzen Abstoß vom Halfmann fing Hörig ab und ging allein in den Strafraum, doch sein Schuss war zu harmlos und Halfmann konnte seinen Fehler wieder ausbügeln. In der 62. Minute ging die Eintracht dann aber doch in Führung. Auch dieses Mal mit einem faden Beigeschmack, da dem Tor eine klare Abseitsposition voraus ging. Gästestürmer Müller stand ca. 5 Meter klar in der verbotenen Zone und suchte den Weg zum Ball, den Robert Pohl in die Spitze durchsteckte. Die Fahne vom Unparteiischen blieb allerdings unten, da letztendlich Tobias Hörig zum Ball sprintete, obwohl auch Müller aktiv zum Ball ging. Gäste-Torhüter Halfmann versuchte den Ball noch entscheidend zu klären legte ihn aber zu zentral Louis Hübner genau auf die Füße. Aus gut 35 Metern schloss dieser direkt ab und erzielte die 3:2 Führung für die Bermsgrüner. Trainer Matzek wechselte mit Anthony Kautzsch einen jungen Wilden für Christain Melzer ein, der schon gelb vorbelastet war. Die Neudorfer bewiesen aber nun Moral und kämpften sich in die Partie zurück. Schmiedel auf Löser, der im Strafraum nochmal versuchte quer zu legen, wo in letzter Sekunde die SVE-Defensive zur Ecke klären konnte. Die anschließende Ecke brachte Kästner auf den ersten Pfosten, wo Löser den Ball mit dem Kopf verlängerte. Der Ball prallte allerdings von einem Verteidiger vor die Füße von Löser zurück, der den Ball dann überlegt über die Linie drückte - 3:3. Sechs Tore, wo für alle Zuschauer etwas dabei war. Kurz darauf wechselte Matzek zwei weitere Male. Mit Werner und Eisold brachte er noch einmal frischen Wind für die Offensive, um vielleicht doch noch mehr wie einen Punkt mitzunehmen. In der 80. Minute war es erneut ein Eckball der für Gefahr im Strafraum der Hausherren sorgte. Der schon sicher geklärte Ball, kam über Hartling und Löser zurück in den Strafraum, wo Christoph Meyer mit einer strafen Eingabe an den Fünfmeterraum Bastian Schmiedl bediente. Der körperlich größte Spieler des SVN versuchte alles, um mit dem Fuß den mit mehr geglaubten Ball zu erreichen. Mit der Sohle drückte er den Ball Richtung Tor, doch leider ging der Ball haarscharf über den Kasten. Nur drei Minuten später waren es erneut die Neudorfer, die die Führung auf den Fuß hatten. Schmiedel bediente den eingewechselten Eisold, der in den Strafraum ging und nach kurzem Dribbling aufs kurze Eck abschloss. Torhüter Grenz machte eine super Figur und seinen Fehler aus dem ersten Durchgang mit einer super Parade wieder gut. Die Schlussphase wurde dann sehr hitzig. Die Partie von beiden Seiten mittlerweile sehr hart geführt gleitete dem Schiedsrichtergespann immer mehr aus den Händen. Erst ein rüdes Foul von Müller an Schmiedel auf Höhe der Mittellinie, ehe Anton Eisold die Nerven durchbrannten. Ein klares nicht gegebenes Foul an Eisold führte zu einem Revanchefoul, wo man hätte auch gut und gerne rot geben können. Die Entscheidung dann aber mit gelb zu bestrafen, mit der Aussage, dass man vorher nicht auf Foul gegen Eisold entschieden hat, das verwunderte dann schon einige Akteure auf und neben dem Platz. Am Ende stand für beide Teams ein gerechtes Remis zu Buche, wo für die Neudorfer sicher auch mehr drin gewesen wäre. Hätte aber vor dem Spiel einer gesagt, man nimmt beim derzeitigen Ligaprimus einen Punkt mit, hätte man das mit Sicherheit sofort unterschrieben.

Fazit: Ein Punktgewinn über dem man am Ende stolz sein kann. Eine gute Mannschaftsleistung wird lediglich durch zehn schläfrige Minuten nach der Halbzeit gedämpft. Aber nun heißt es, man kann darauf aufbauen, zumal man auch in der Fremde sein wahres Gesicht gezeigt hat. Am kommenden Wochenende steht nach zwei Auswärtsspielen endlich wieder ein Heimspiel an der Richterstraße auf dem Plan. Dann empfängt unsere "Erste" um 14 Uhr am kommenden Sonntag die Reservemannschaft vom FC Stollberg. Ein großer Dank zum gestrigen Sonntag gilt auch noch den zahlreich mitgereisten Zuschauern, die unsere Farben unterstützt haben. Auch am Sonntag würden wir uns über die Unterstützung der besten Fans im Erzgebirge wieder freuen.


Unsere Zweite Mannschaft reist zum "Kleinen Derby" am Sonntag nach Crottendorf. Anstoß in Crottendorf ist um 11:30 Uhr.

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